Über uns

Die Blowboys – das sind Shantys, maritimer Folk und norddeutsches Liedgut in erfrischend jungen und spritzigen Arrangements. Die 14 Jungs, die zusammen die Blowboys sind, versuchen, die Tradition der Shantychöre und der Seefahrtsmusik an den Küsten Norddeutschlands aufrecht zu erhalten und auf ihre ihnen eigene Weise weiterzuführen. Dabei verzichten sie weitestgehend auf etablierte Klischees, wie eine einheitliche Chorkleidung mit Fischerhemden und roten Halstüchern und auch die Bärte der jungen Männer sind noch nicht so ergraut, wie bei manch anderen gestanden Shantychören.

Bei ihren Konzerten präsentieren sie eine bunte Mischung internationaler Seefahrtsmusik, mal schmissig-unterhaltsam, mal kammerchorig-filigran, mit der sie für Anlässe aller Art den richtigen Ton treffen. Ihnen kommt dabei ihre jahrelange musikalische Ausbildung zugute, die ihnen auch eine große Palette an Begleitinstrumenten ermöglicht; neben dem genretypischen Akkordeon finden sich auch Stücke mit Klavier, Gitarre oder Rhythmusinstrumenten im Repertoire der Gruppe. Für das Publikum bietet sich so ein Konzerterlebnis der besonderen Art, selbst die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und die Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden bereits von den Boys zum Mitsingen animiert. Immer wieder jedoch besinnen sie sich auf ihre Wurzeln als Chorsänger und daher haben auch a capella-Stücke ihren festen Platz im Repertoire. Dass man die Lieder der See durchaus auch so darbieten kann, das zeigen die Blowboys mit ihren Konzerten und die Reaktionen darauf geben ihnen Recht:

„Es scheint, als hätte die Ostseeküste nur darauf gewartet, dass sich mal andere Stimmen diesem Liedgut nähern als die starken Kehlen gealterter Seebären.“

(NordArt, No. 2 2016)

„Zwar kommen die Jungs locker-flockig rüber – doch dass sie keine musikalischen Leichtmatrosen sind, beweist ihr virtuoser vierstimmiger Gesang, mit dem sie die guten alten Seemannslieder adeln. […] Wir halten fest: Der Shanty wird jung, smart und sexy.“

(Ostsee-Zeitung, 19. April 2016)

2015 fanden sich 12 junge Männer in Rostock zum Singen zusammen, die Blowboys waren geboren. Schon ein Jahr später veröffentlichten sie ihr erstes Album „Anker auf!“ und schufen damit die womöglich erste Aufnahme des gleichnamigen Zyklus‘ von neun maritimen Liedern für vierstimmigen Männerchorsatz. Nachdem sie ihre CD mit einem großen Konzert in der Hochschule für Musik und Theater Rostock der Öffentlichkeit vorgestellt hatten, führte sie ihr musikalischer Weg auch weit über die Grenzen Rostocks hinaus. Angefangen von der HanseSail Rostock waren sie unter anderem zu Gast bei der Konzertreihe „Kultur am Meer“ im Grand Hotel Heiligendammm, im Großen Sendesaal des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin, auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) und der Aftershowparty der Chanel-Modenschau in der Hamburger Fischauktionshalle. Ihre Musik wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Publikumspreis beim Zingster Shantychor-Treffen (2016) und von einer hochkarätig besetzen Jury mit dem Ersten Preis und einer Goldmedaille beim internationalen Chorwettbewerb Festival Coral de Verão in Lissabon, Portugal, im Juni 2016. Darüber hinaus wirkten die Blowboys bei mehreren Fernsehproduktionen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) mit, darunter eine anderthalbstündige Livesendung an Bord des russischen Dreimast-Vollschiffs MIR zur HanseSail 2017, und im Fernsehfilm „Das Geisterschiff“ aus der Reihe Usedom-Krimi, dessen Ausstrahlung in der ARD für Herbst 2018 geplant ist, standen sie neben Kathrin Sass, Rainer Sellien und anderen vor der Kamera.

Für September 2018 haben die mittlerweile 14 Boys die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Die Blowboys“ geplant, auf dem hauptsächlich eigene Bearbeitungen von internationaler maritimer Musik aus unterschiedlichsten Epochen und Genres zu hören sein wird.

Ob die Blowboys nun ein Shantychor sind, ein Männerchor, der maritimes Liedgut singt oder einfach nur eine Gruppe von Freunden, die Lust am gemeinsamen Muszieren haben, ist für die Jungs selbst nicht weiter von Belang. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Solange sie jedoch den Spaß nicht verlieren und solange das Publikum weiterhin nach einer Zugabe ruft, werden sie weitermachen und ihre Repertoire ständig erweitern. Ewige Klassiker, für die bis jetzt schlichtweg die Zeit fehlte, zu Unrecht in Vergessenheit geratene musikalische Schätze oder auch mal eine eigene Komposition – die Möglichkeiten sind so reich gesät wie der Sand am Strand von Warnemünde. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!

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